Das Dortmunder Islamseminar im Deutschlandradio Kultur
Dienstag, 28. Februar 2012 19.30 Uhr Ditib-Zentralmoschee, Kielstr. 12
Vorurteile - Islamkritik - Islamfeindlichkeit
In der deutschen Bevölkerung gibt es eine Vielzahl von Vorurteilen gegen den Islam und gegen Musliminnen und Muslime. Diese werden - gewollt oder ungewollt - von der sogenannten Islamkritik bedient, die sich in den Medien und auch in Teilen einer intellektuellen Öffentlichkeit etabliert hat. In Wirklichkeit handelt es sich dabei oft auch um bewusste Islamfeindlichkeit. Der Referent ist einer der profiliertesten deutschen Vorurteilsforscher.
Referent: Prof. Dr. Wolfgang Benz
Der Referent ist Historiker und war von 1990 bis 2011 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin
Dienstag, 27. März 2012 19.30 Uhr
Abu-Bakr-Moschee, Carl-Holtschneider-Str. 8a
„Abraham/Ibrahim – Vater des Glaubens“
Abraham/Ibrahim, eine wichtige Figur in der Bibel wie im Koran, wird ehrfurchtsvoll „Vater des Glaubens“ genannt. Er gilt im Christentum wie im Islam als Vorbild wegen seines Vertrauens auf Gott und seines Gehorsams gegen Gott. Mit den überlieferten Texten wollen wir fragen, wie er dazu geworden ist.
Referenten: Pfr. Volker Guckes, Pfarrer im Ruhestand, Dortmund
Ahmad Aweimer, Abu-Bakr-Moschee
Dienstag, 24. April 2012 19.30 Uhr VIKZ-Moschee, Bachstraße 5-7
Medizinethik I – Reproduktionsmedizin aus islamischer Sicht
Die rasante Entwicklung in der Biomedizin stellt auch die Religionen vor neue Herausforderungen. Wie werden neue Methoden der Reproduktionsmedizin wie z.B. die Präimplantationsdiagnostik (PID) oder der Einsatz von Genanalysen von Vertretern der Religionen eingeschätzt? Wie weit reicht Gottes Schöpfung? Gehören die modernen Methoden der Medizin dazu?
Ziel der Veranstaltung ist eine Einführung in die Thematik und der Verweis auf weitere Informationsquellen und Positionen. Die christliche Perspektive soll im Jahresprogramm 2013 berücksichtigt werden.
Referentin: Dr. Houaida Taraji
Die Referentin ist niedergelassene Frauenärztin in Neuss. Sie ist Mitbegründerin des Islamischen Frauenverbands für Bildung und Erziehung in Deutschland IFBED e. V. Die Referentin ist Autorin der Stellungnahme des Zentralrates der Muslime zur PID.
Dienstag, 26.06.2012 19.30 Uhr Ditib-Zentralmoschee, Kielstr. 12
Zu Gast beim Islamseminar: ein Abend zur Person
Ein Abend zum Kennenlernen von zwei Persönlichkeiten aus den beiden beteiligten Religionen, die bereit sind, sich zu ihrem Leben und Denken, aber insbesondere auch zu ihrem Verhältnis zur Religion und zum interreligiösen Dialog befragen zu lassen.
Gäste: Zülfiye Kaykin ist Staatssekretärin für Integration beim Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.
Bärbel Wartenberg-Potter war von 2001 bis 2008 Bischöfin der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (NEK).
Dienstag, 31.Juli 2012 20.30 Uhr
Abu-Bakr-Moschee, Carl-Holtschneider-Str. 8a
Ramadan – der Fastenmonat
Auch in diesem Jahr laden die Muslime im Trägerkreis des Islamseminars zum traditionellen Iftar (Fastenbrechen) des Islamseminars im Monat Ramadan ein. Neben dem Beisammensein bei Essen und Trinken sowie den Grußworten einiger geladener Gäste wird es einen Kurzvortrag ? zum Ramadan geben.
Gastgeber: Abu-Bakr-Moschee, Carl-Holtschneider-Str. 8a
Referent: Ahmad Aweimer, Abu-Bakr-Moschee
Mittwoch, 05. September 2012, 19.00 Uhr Bürgerhalle des Rathauses, Friedensplatz 1
17. Interreligiöses Gebet Dortmund
für Frieden und Versöhnung
Wie in jedem Jahr laden Juden, Christen, Muslime und Bahá'í in Dortmund zu einem gemeinsamen Gebet über ein zentrales religiöses und gesellschaftlich wichtiges Thema ein. Diesmal wollen wir uns über das Beten Gedanken machen: Weshalb beten wir? Wie beten wir? Tun wir es auf vergleichbare Weise? Schließlich: Wofür und für wen beten wir? Hat das Beten für andere eine gesellschaftliche Relevanz im Sinne unseres Mottos „Suchet der Stadt Bestes"?
Der Vorbereitungskreis lädt Sie herzlich ein.
Dienstag, 25. September 2012 19.30 Uhr
Abu-Bakr-Moschee, Carl-Holtschneider-Str. 8a
Auf dem Weg zu einer europäischen islamischen Identität?
Immer wieder wird in Europa gefordert, dass der Islam sich europäischem Denken annähern müsse, wenn er hier akzeptabel werden wolle. Ist die muslimische Identität von in der Türkei oder arabischen Staaten sozialisierten Muslimen und Musliminnen eine andere als die von in Europa aufgewachsenen? Oder muss eine solche europäische Identität erst noch entwickelt werden?
Referent: Professor Mouhanad Khorchide, Inhaber des Lehrstuhls für islamische Religionspädagogik an der Universität Münster
Dienstag, 30. Oktober 2012 19.30.Uhr Katholisches Forum, Propsteihof 10
Rabia von Basra trifft Gertrud von Helfta– zwei Mystikerinnen miteinander ins Gespräch gebracht
Sowohl Christentum als auch Islam verfügen über beeindruckende mystische Traditionen. Beide Mystikerinnen haben dabei markante Akzente in ihren Religionen gesetzt. Wie Mystik in den beiden Religionen verstanden wird und welche Impulse die beiden Mystikerinnen jeweils für Glauben und Leben in ihrer Religion und über diese hinaus gegeben haben und noch geben können, soll Thema des Abends sein.
ReferentInnen:
P. Siegfried Modenbach SAC, Leitungsteam des Katholischen Forums Dortmund
Saniye Özmen, Islamische Theologin, Dortmund
Dienstag, 04. Dezember 2012 19.00 Uhr Evangelische Segenskirche, Preußische Str. 1
Wir feiern Advent
Die Christinnen und Christen im Trägerkreis des Islamseminars laden in Zusammenarbeit mit der evangelischen Segensgemeinde in Eving herzlich ein zu einer Adventsfeier.
Advent, d. h. Ankunft, ist die Zeit der Vorbereitung auf die Geburt Jesu. Es ist traditionell eine Zeit der Besinnung und der Vorfreude auf Weihnachten, d. h. die Heilige Nacht der Geburt Jesu, wenn das auch unter dem vorweihnachtlichen Rummel oft nicht mehr sichtbar ist.
Wir wollen über die Bedeutung von Advent und Weihnachten nachdenken, miteinander essen (Weihnachtsbäckerei probieren) und trinken und Weihnachtslieder und -geschichten hören.
Gastgeber: Evangelische Segensgemeinde, Preußische Str. 1
Nicht immer führt Begegnung zu einem sinnvollen, friedlichen "Miteinander". Oft führen gegenseitige Angst und Unwissenheit zu vorschnellen Urteilen und unbegründeter Ablehnung. Die schlimmsten Auswirkungen von Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz haben wir leider vielfach erleben müssen.
In Dortmund, einer Stadt mit Zehntausenden muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, gibt es auch Misstrauen und Ablehnung gegenüber dem Fremden. Das Dortmunder Islamseminar möchte ein Ort der interkulturellen Begegnung und des interreligiösen Dialogs sein, an dem Muslimaas und Muslime, Christinnen und Christen, sowie Menschen anderen Glaubens einander kennen lernen und miteinander über ihren Alltag und ihren Glauben ins Gespräch kommen können.
Dadurch sollen
auf allen Seiten Ängste und Vorurteile abgebaut
werden, um das gemeinsame Zusammenleben in einem
multikulturell geprägten Dortmund zu fördern.
Dies sehen wir als Schritte zum konkreten Frieden
vor Ort an, zu dem wir uns durch unsere
verschiedenen religiösen Traditionen ermutigt
fühlen.
Jede Veranstaltung behandelt ein in sich
geschlossenes eigenes Thema, so dass ein Einstieg
jederzeit möglich ist. Im Laufe der Zeit entsteht
dabei ein Gesamtbild von zwei ebenso
unterschiedlichen wie faszinierenden Religionen und
Kulturkreisen.
Wann
und Wo?
Die
Veranstaltungen finden in der Regel
einmal im Monat an einem
Donnerstagabend statt. Da es von
dieser Regel aber auch einige
Ausnahmen gibt, beachten Sie bitte
die Terminangaben bei den einzelnen
Veranstaltungen. Wir treffen uns in
verschiedenen islamischen und
christlichen Räumlichkeiten.
Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.
Das Islamseminar wird getragen von:
Vereinigte
Kirchenkreise Dortmund und Lünen
Katholisches Forum
Dortmund
Islamischer Bund
Dortmund e.V.
Moschee
des Verbandes der
Islamischen Kulturzentren, BachstraßeDortmund
DITIB-Gemeinden Dortmund / DITIB Zentralmoschee Kielstraße
Dortmunder
Islamseminar
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Stand:11,01,12